Neuigkeiten

27.11.2018

Willkommene Abwechslung für Patienten

Koch Frank, Patient Stefan, Stationsleitung Carolin und Pflegefachkraft Christine freuen sich über " Das besondere Mittagessen" (v.l.)

Hühnerfrikassee mit speziellem Rundkornreis aus Italien, Obstsalat und Dominosteine mit Sauerkirschkonfitüre zum Nachtisch – dieses „Besondere Mittagessen“ konnten heute zehn Patienten auf der Palliativstation der Unimedizin Rostock genießen. Auch Leinenservietten, Steingutgeschirr und Silberbesteck hatte der renommierte Rostocker Gastronom Frank Reinshagen wieder dabei. Diese willkommene Abwechslung bereitete der Inhaber des Restaurants „albert & emile“ den Patienten bereits zum zweiten Mal. Patient Stefan Zemke aus Kummerow schmeckte das Essen sehr gut, nachdem er schon in der Küche der Palliativstation dem Koch neugierig über die Schulter gesehen hatte.

Für solche und weitere Aktionen nehmen wir gern Spenden entgegen:

Kontoinhaber: Universitätsmedizin Rostock
Kreditinstitut: Hypo Vereinsbank AG
IBAN: DE66 2003 0000 0019 5515 15
BIC: HYVEDEMM300
Verwendungszweck: 892087 - Kochen für Palliativpatienten

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


30.10.2018

Sterbenden Menschen Gehör schenken

Herr Felix Bock, Assistenzarzt aus der Klinik für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Rostock und Frau Katrin Machka, Leiterin des Ökumenischen ambulanten Hospizdienstes Rostock mit dem Kreisdiagramm zum Ausdrücken des Wohlbefindens

Neue Studie zur Patientenzufriedenheit in der Palliativversorgung

Rostock/Südstadt – In ihrem letzten Lebensabschnitt sind sterbende Menschen vielen Gefühlen, Ängsten und Schmerzen ausgesetzt. Damit sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht allein gelassen werden, begleiten ehrenamtliche Sterbebegleiter in der Strahlenklinik die schwerkranken Patienten. Um zu erfahren, wie gut sich die Patienten während ihres stationären Aufenthalts aufgehoben und aufgeklärt fühlen, hat die Universitätsmedizin Rostock zusammen mit dem Ökumenischen ambulanten Hospizdienst Rostock eine Studie zur Erfassung der Patientenzufriedenheit unter einer palliativen Strahlentherapie gestartet. Das ist bundesweit einmalig. Bisher gibt es keine wissenschaftliche Analyse zur Zufriedenheit sterbender Patienten, die von ehrenamtlichen Sterbebegleitern betreut werden. Etwa 100 Patienten werden in einem Zeitraum von neun Monaten befragt. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollen die Ausbildung und Einbindung ehrenamtlicher Sterbebegleiter im stationären Klinikalltag verbessert werden.

Geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter des Ökumenischen ambulanten Hospizdienstes befragen in Interviews die schwerkranken Menschen. „Über einen Fragebogen wollen wir herausfinden, inwiefern sich unsere Patienten über ihre Erkrankung und Therapie aufgeklärt und ob sie sich von den Pflegekräften und Ärzten ganzheitlich verstanden fühlen“, erklärt Herr Felix Bock, Assistenzarzt in der Klinik für Strahlentherapie. Thematisiert werde außerdem, ob und wie stark sie Schmerzen und Nebenwirkungen wahrnehmen, unter welchen Ängsten sie leiden, welche Gedanken und Sorgen sie beschäftigen. „Wir möchten damit außerdem ergründen, wie unsere Patienten psychosozial aufgestellt sind“, so Herr Bock. Um ein genaues Bild vom Wohlbefinden des Schwerkranken zu erhalten, sollen sich die Patienten anhand eines Kreisdiagrammes ausdrücken – nicht wie üblich über eine Zahlenskala. „Die Erfahrung zeigt, dass sich Menschen bei einer Zahlenskala immer zur Mitte bewegen“, erklärt der Assistenzarzt. Mit dem Kreisdiagramm könne dagegen die Intensität von Schmerz oder Trauer besser verbildlicht und dadurch auch greifbarer gemacht werden.

Neben der Studie ist den Medizinern und Ehrenamtlern auch wichtig, dass sich die Patienten schon jetzt gut aufgehoben fühlen und nicht erst, wenn die Studienergebnisse vorliegen. „Die Gespräche werden daher in einem angemessenen Rahmen geführt, wenn sich der Patient bereit fühlt und über seine Emotionen und Gedanken reden möchte“, betont Frau Katrin Machka, Leiterin des Ökumenischen ambulanten Hospizdienstes. Die Interviews werden im Abstand von mehreren Wochen mit den gleichen Fragen wiederholt, um zu sehen, inwiefern sich die Wahrnehmung bestimmter Belastungen und das Wohlbefinden der Patienten über die Zeit verändert hat.

Die Studienergebnisse sollen Grundlage dafür sein, die Ausbildung ehrenamtlicher Sterbebegleiter zu verbessern und zu vereinheitlichen. „Bisher gibt es einen Leitfaden, der aber nicht verpflichtend und auch nicht allumfassend ist“, erklärt Frau Machka. Die Studie zur Patientenzufriedenheit sei extrem wichtig, um zu erkennen, was die schwerkranken Menschen bewegt und welche Sorgen ihnen auf der Seele brennen. „Dann können unserer Sterbebegleiter noch besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen und ihnen das Gefühl geben, in der letzten Lebensphase nicht allein zu sein.“

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock

09.10.2018

Rostocker Gastronom kocht für unsere Palliativpatienten

Schwester Marie Kuschinski, Frank Reinshagen und Paul Kalata sorgen für ein besonderes Mittagessen

Königsberger Klopse aus Kalbsfleisch, knackiger Feldsalat und frischer Spinat oder auch ein einfaches Spiegelei – zubereitet von einem renommierten Gastronomen und angerichtet auf schönen Steinguttellern. Dazu Leinenservietten und ein Schwätzchen mit dem Koch: Für die schwerkranken Patienten auf der Palliativstation der Unimedizin Rostock ist dieses Mittagessen eine willkommene Abwechslung. Frank Reinshagen, Inhaber und Koch des Rostocker Restaurants „albert & emile“, kümmert sich gemeinsam mit dem Klinischen Koordinator des Onkologischen Zentrums, Paul Kalata, und Schwester Marie Kuschinski um das Wohl der Patienten und auch der Pflegekräfte. Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Patienten stehen im Mittelpunkt. Sie durften sich zuvor das Menü aussuchen. Auch wer nicht mehr gut schmecken kann, genießt doch das Ambiente.

Koch Frank Reinshagen wirbelt zum ersten Mal in der Küche der Palliativstation und möchte mit seinem Engagement Achtsamkeit und Wertschätzung zeigen. „Ich mag Menschen und ich gehe gern auf sie zu“, sagt er. Paul Kalata vom Onkologischen Zentrum ergänzt: „Die Palliativstation gleicht keiner anderen Klinikabteilung. Hier ist es sehr viel ruhiger und wir möchten, dass sich unsere Patienten hier wohl und geborgen fühlen.“

Das besondere Mittagessen mit Frank Reinshagen soll es in Zukunft regelmäßig geben.

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Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


31.08.2018

Sportstudie für Krebspatienten - Spezialstudie für Patienten mit Kopf-, Kiefer- und Halstumoren

Flyer: Sportstudie für Krebspatienten - Spezialstudie für Patienten mit Kopf-, Kiefer- und Halstumoren

Liebe Patientin, lieber Patient,

vielleicht haben Sie Interesse und Lust an unserer Studie teilzunehmen? Wir würden uns sehr freuen!

Das Ziel unserer Studie ist es, ein Trainingsprogramm zu erarbeiten und zu erproben, welches möglichst ganzheitlich (körperlich und psychisch) die Lebensqualität und Funktionalität von Patienten mit Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halstumoren in der Nachsorge positiv beeinflusst. Im Rahmen der Studie haben Sie die Möglichkeit 12 Wochen kostenfrei an einem Trainingsprogramm teilzunehmen.

Nähere Information zu den Voraussetzungen, Trainingsinhalten, Ort und Dauer finden Sie in Flyer.
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie teilnehmen möchten, rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine E-Mail oder sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


10.05.2018

Das war der 2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 05.05.2018

Die Vertreter der onkologischen Selbsthilfegruppen präsentierten ihre vielseitige Gruppenarbeit und stellen sich gerne den Fragen der Teilnehmer.
Die fachlichen Vorträge im Hörsaal der Klinik für Strahlentherapie wurden von den Gästen gut angenommen.
Hier finden Sie den Videomitschnitt vom 2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 05.05.2018.

Am 5. Mai 2018 führten das Onkologische Zentrum der Universitätsmedizin Rostock gemeinsam mit den Krebs-Selbsthilfegruppen, der Selbsthilfekontaktstelle und dem Gesundheitsamt den 2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag im Foyer und Hörsaal der Klinik für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Rostock durch.

Es konnten 130 interessierte Besucher begrüßt werden.

Die Informationsstände der Krebs-Selbsthilfegruppen wurden von sehr vielen Besuchern genutzt um sich über ihre Angebote und Aktivitäten zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Es konnten sehr viele Fragen zu den einzelnen Selbsthilfegruppen und ihren speziellen Angeboten beantwortet werden. Ebenso wurden viele persönliche Fragen der Besucher zu ihren eigenen Problemen kompetent von den anwesenden Standbetreuern beantwortet, soweit deren Patientenkompetenz ausreichte.

Zudem waren der Rostocker Sportfreunde e.V. mit seinen speziellen Sportangeboten für Krebserkrankte und der Verein „Gemeinsam mehr Mut“ e.V. mit seinen sehr interessanten Projekten vertreten.

Sehr viele Gäste besuchten die Vorträge im Hörsaal um Neuigkeiten aus den verschiedenen Fachbereichen, wie. z.B. Alternativmedizin, Sport für Krebspatienten oder Ernährung zu erfahren.

Musikalisch begleitet wurde diese Veranstaltung von Herrn Alfred Behlau, welcher selbst Betroffener ist.

Der 3. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag wird im Frühjahr 2020 stattfinden.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


06.04.2018

2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 05.05.2018

In diesem Flyer finden Sie das ausführliche Programm zu den fachlichen Vorträgen und den anwesenden Selbsthilfegruppen.
Die Vertreter der onkologischen Selbsthilfegruppen präsentieren ihre vielseitige Gruppenarbeit und stellen sich gerne den Fragen der Teilnehmer.

Liebe Patientinnen und Patienten,
Angehörige und Interessierte,

wir wissen aus eigener Erfahrung, was die Nachricht "Sie haben Krebs" auslöst. Deshalb wollen wir mit unseren Kenntnissen und Erfahrungen anderen Betroffenen freiwillig und ehrenamtlich helfen. Neben allgemeinen Informationen wollen wir Hoffnung vermitteln und durch unser persönliches Beispiel zeigen, dass auch mit Krebs ein lebenswertes, zufriedenes Leben möglich ist. Informierte und aufgeklärte Patientinnen und Patienten, die verstehen, was mit ihnen geschieht, können zu Partnern des Arztes oder der Ärztin werden und aktiv an ihrer Genesung mitarbeiten.

Wir laden Sie zusammen mit dem Onkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Rostock, der Selbsthilfekontaktstelle und dem Gesundheitsamt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock recht herzlich zum 2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 05.05.2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr in den Hörsaal der Klinik für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Rostock ein. Es erwarten Sie neben fachlichen Vorträgen z.B. zum Thema Alternativmedizin, Ernährungsberatung oder Psychoonkologie die Informationsstände der onkologischen Selbsthilfegruppen und ein kleiner Imbiss.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme kostenfrei.

Wir freuen uns auf Sie.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


18.10.2017

Tumor im Auge: Universitätsmedizin Rostock nimmt die 500. Bestrahlung vor

Mit der sogenannten Brachytherapie kann Dr. Vinodh Kakkassery (r.) das Auge des Patienten schonend behandeln.

Krebs ist eine lebenseinschneidende Diagnose. Und umso gravierender, wenn dadurch auch das Sehvermögen in Gefahr ist. Das Aderhautmelanom ist ein bösartiger Tumor im Auge, der zu starken Seheinschänkungen führen kann und oft im Körper streut. Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland bietet die Unimedizin Rostock seit mehr als 20 Jahren eine augenerhaltende Behandlung von Aderhautmelanomen mit dem Rutheniumapplikator an. Jetzt gab es den 500. Eingriff dieser Art in der Rostocker Augenklinik.

Die Unimedizin ist das Behandlungszentrum für diese Erkrankungen im Nordosten. Die Bestrahlung der bösartigen Krebsgeschwüre nehmen die Augenärzte in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus der Strahlentherapie in der Südstadt vor. Seit 1993 wird diese Therapieform angeboten. Die Aderhaut, eine Schicht unter der Netzhaut des Auges, ist für die Blutversorgung des Augeninneren verantwortlich. Eine Entartung dieses Gewebes führt zum gefürchteten Aderhautmelanom, dem häufigsten Tumor im Auge. Betroffene sorgen sich nicht nur um ihr Sehvermögen – schlimmer noch sind der drohende Verlust des Auges und die lebensgefährliche Streuung des Tumors. „Gerade die Ansiedlung von Tumorzellen in der Leber, aber auch in anderen Organen ist leider kaum mit onkologischen Therapien beherrschbar“, sagt Dr. Vinodh Kakkassery, Oberarzt an der Augenklinik und Spezialist für Tumore am Auge. Daher sei die wirksame Therapie am Auge höchst bedeutsam für die Patienten.

Die Entfernung des Auges war lange Zeit bei vielen Patienten die einzige Option. Heute kann das Aderhautmelanom vergleichsweise schonend durch eine Strahlentherapie behandelt werden. Die Therapie an der Augenklinik vereint Chirurgie und Strahlenmedizin. Ein kleines mit dem Element Ruthenium106 beladenes Metallscheibchen wird über chirurgische Nähte auf die äußere Hülle des Auges aufgenäht, sodass ausgehende Betastrahlen die meist nur wenige Millimeter großen Tumore zerstören können. So verringert sich die Gefahr, dass bösartige Zellen in die Leber streuen. Die Chance, das Auge zu erhalten, ohne den Körper sonst mit Strahlen zu belasten, erhöht sich. Die sogenannte Brachytherapie dauert etwa zwei bis sieben Tage, danach kann der kleine Applikator wieder vom Auge entfernt werden. Auf die Behandlung folgt meist eine Wärmebestrahlung von außen.

Krebspatienten würden im Rahmen des Onkologischen Zentrums der Unimedizin stets interdisziplinär behandelt, sagt Kakkassery. Die Augenspezialisten arbeiteten eng mit den Kollegen aus der Strahlentherapie, der Hämatoonkologie sowie den niedergelassenen Kollegen zusammen. „Kommunikationsabbrüche in der Tumorversorgung können wir uns nicht leisten. Darunter würde der Patient leiden“, sagt Kakkassery. Das Onkologische Zentrum biete für Patienten mit einem Augentumor neben den erweiterten Möglichkeiten für Diagnose und Behandlung auch eine Betreuung durch Psychoonkologen sowie Unterstützung bei der späteren Reha.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock