Neuigkeiten

17.04.2019

Nachruf

Bernd Reiche

Mit großem Bedauern mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser langjähriger Mitstreiter, Freund und Leiter der Selbsthilfegruppe Lebertransplantierte Deutschland e.V. - Kontaktgruppe Rostock am 15.04.2019 nach langem Kampf verstorben ist.

Mit ihm verlieren wir einen verständnis- und liebevollen Verbündeten. Sein Humor und seine Lebenslust werden uns sehr fehlen.

Wir werden ihn nicht vergessen!

Die Mitglieder der onkologischen Selbsthilfegruppen,
das Onkologische Zentrum der Universitätsmedizin Rostock und
die Selbsthilfekontaktstelle Rostock


19.02.2019

Gute Zusammenarbeit fördert das Patientenwohl - Onkologische Selbsthilfegruppen und die Universitätsmedizin Rostock im regen Austausch

In persönlichen Gesprächen können sich Betroffene in Selbsthilfegruppen mit Gleichgesinnten austauschen, Kraft schöpfen und gemeinsam leichter Probleme bewältigen. Das Onkologische Zentrum der Universitätsmedizin Rostock unterstützt deshalb aktiv die onkologischen Selbsthilfegruppen im Raum Rostock. Mehrmals im Jahr treffen sich deren Gruppenvertreter und Ansprechpartner, um eine bessere Einbindung der Selbsthilfegruppen in den Behandlungsablauf zu ermöglichen. Dabei werden Fachvorträge von Ärzten, Physiotherapeuten und Onkologischen Fachpflegekräften zu verschiedensten Themen gehalten, mit denen die Selbsthilfegruppen bei ihrer Arbeit in Berührung kommen.

Zudem findet seit 2016 alle zwei Jahre die gemeinsame Informationsveranstaltung „Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag“ statt. Neben allgemeinen Informationen wollen die Gruppen Hoffnung vermitteln und durch ihr persönliches Beispiel zeigen, dass auch mit Krebs ein lebenswertes, zufriedenes Leben möglich ist. „Informierte und aufgeklärte Patienten, die verstehen, was mit ihnen geschieht, können zu Partnern des Arztes werden und aktiv an ihrer Genesung mitarbeiten“, sagt Paul Kalata, Klinischer Koordinator des Onkologischen Zentrum an der Universitätsmedizin Rostock.

Kontaktstellen ermöglichen und fördern die Zusammenarbeit unter den Selbsthilfegruppen, vermitteln und beraten. Bei den freiwilligen und zwanglosen Treffen der Selbsthilfegruppen reden die Mitglieder miteinander, gestalten gemeinsam ihre Freizeit und überwinden somit ihre Isolation. „Wir freuen uns über jeden Patienten, der den Weg in die Selbsthilfegruppen findet und dort auf Verbündete trifft, die ihn dieser schwierigen Zeit beistehen“, ergänzt Ute Kammler, Koordinatorin der Selbsthilfekontaktstelle Rostock. Bei Fragen zu den Selbsthilfegruppen können sich Interessierte vor Ort oder auch telefonisch informieren.

Weitere Informationen unter https://onkozentrum.med.uni-rostock.de/weitere-leistungen/selbsthilfegruppen/ 

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


11.02.2019

Update zur Sportstudie für Krebspatienten - Spezialstudie für Patienten mit Kopf-, Kiefer- und Halstumoren

Liebe Patientinnen und Patienten,

vielleicht haben Sie schon von unserer Studie für Patienten mit Kopf-, Kiefer- und Halstumoren gehört? Bisher wurden 12 Patientinnen und Patienten in die Studie eingeschlossen. 12 weitere Patienten haben noch die Möglichkeit daran teilzunehmen. Im Rahmen der Studie haben Sie die Möglichkeit 12 Wochen kostenfrei an einem Trainingsprogramm teilzunehmen. Das Ziel unserer Studie ist es, ein Trainingsprogramm zu erarbeiten und zu erproben, welches möglichst ganzheitlich (körperlich und psychisch) die Lebensqualität und Funktionalität von Patienten mit Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halstumoren in der Nachsorge positiv beeinflusst.

Nähere Information zu den Voraussetzungen, Trainingsinhalten, Ort und Dauer finden Sie in Flyer.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie teilnehmen möchten, rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine E-Mail oder sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


27.11.2018

Willkommene Abwechslung für Patienten

Hühnerfrikassee mit speziellem Rundkornreis aus Italien, Obstsalat und Dominosteine mit Sauerkirschkonfitüre zum Nachtisch – dieses „Besondere Mittagessen“ konnten heute zehn Patienten auf der Palliativstation der Unimedizin Rostock genießen. Auch Leinenservietten, Steingutgeschirr und Silberbesteck hatte der renommierte Rostocker Gastronom Frank Reinshagen wieder dabei. Diese willkommene Abwechslung bereitete der Inhaber des Restaurants „albert & emile“ den Patienten bereits zum zweiten Mal. Patient Stefan Zemke aus Kummerow schmeckte das Essen sehr gut, nachdem er schon in der Küche der Palliativstation dem Koch neugierig über die Schulter gesehen hatte.

Das besondere Mittagessen mit Frank Reinshagen wird es fortan einmal im Monat geben.

Für solche und weitere Aktionen nehmen wir gern Spenden entgegen:

Kontoinhaber: Universitätsmedizin Rostock
Kreditinstitut: Hypo Vereinsbank AG
IBAN: DE66 2003 0000 0019 5515 15
BIC: HYVEDEMM300
Verwendungszweck: 892087 - Kochen für Palliativpatienten

Alle Spenden sind steuerlich absetzbar. Für Spenden bis 200 € stellen wir keine Spendenquittung aus. Für Spenden bis zu dieser Höhe akzeptiert das Finanzamt den Buchungsbeleg als Spendenquittung. Für Spenden über 200 € erhalten Sie von uns auf Anfrage einen Spendenbeleg.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


30.10.2018

Sterbenden Menschen Gehör schenken - Neue Studie zur Patientenzufriedenheit in der Palliativversorgung

In ihrem letzten Lebensabschnitt sind sterbende Menschen vielen Gefühlen, Ängsten und Schmerzen ausgesetzt. Damit sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht allein gelassen werden, begleiten ehrenamtliche Sterbebegleiter in der Strahlenklinik die schwerkranken Patienten. Um zu erfahren, wie gut sich die Patienten während ihres stationären Aufenthalts aufgehoben und aufgeklärt fühlen, hat die Universitätsmedizin Rostock zusammen mit dem Ökumenischen ambulanten Hospizdienst Rostock eine Studie zur Erfassung der Patientenzufriedenheit unter einer palliativen Strahlentherapie gestartet. Das ist bundesweit einmalig. Bisher gibt es keine wissenschaftliche Analyse zur Zufriedenheit sterbender Patienten, die von ehrenamtlichen Sterbebegleitern betreut werden. Etwa 100 Patienten werden in einem Zeitraum von neun Monaten befragt. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollen die Ausbildung und Einbindung ehrenamtlicher Sterbebegleiter im stationären Klinikalltag verbessert werden.

Geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter des Ökumenischen ambulanten Hospizdienstes befragen in Interviews die schwerkranken Menschen. „Über einen Fragebogen wollen wir herausfinden, inwiefern sich unsere Patienten über ihre Erkrankung und Therapie aufgeklärt und ob sie sich von den Pflegekräften und Ärzten ganzheitlich verstanden fühlen“, erklärt Herr Felix Bock, Assistenzarzt in der Klinik für Strahlentherapie. Thematisiert werde außerdem, ob und wie stark sie Schmerzen und Nebenwirkungen wahrnehmen, unter welchen Ängsten sie leiden, welche Gedanken und Sorgen sie beschäftigen. „Wir möchten damit außerdem ergründen, wie unsere Patienten psychosozial aufgestellt sind“, so Herr Bock. Um ein genaues Bild vom Wohlbefinden des Schwerkranken zu erhalten, sollen sich die Patienten anhand eines Kreisdiagrammes ausdrücken – nicht wie üblich über eine Zahlenskala. „Die Erfahrung zeigt, dass sich Menschen bei einer Zahlenskala immer zur Mitte bewegen“, erklärt der Assistenzarzt. Mit dem Kreisdiagramm könne dagegen die Intensität von Schmerz oder Trauer besser verbildlicht und dadurch auch greifbarer gemacht werden.

Neben der Studie ist den Medizinern und Ehrenamtlern auch wichtig, dass sich die Patienten schon jetzt gut aufgehoben fühlen und nicht erst, wenn die Studienergebnisse vorliegen. „Die Gespräche werden daher in einem angemessenen Rahmen geführt, wenn sich der Patient bereit fühlt und über seine Emotionen und Gedanken reden möchte“, betont Frau Katrin Machka, Leiterin des Ökumenischen ambulanten Hospizdienstes. Die Interviews werden im Abstand von mehreren Wochen mit den gleichen Fragen wiederholt, um zu sehen, inwiefern sich die Wahrnehmung bestimmter Belastungen und das Wohlbefinden der Patienten über die Zeit verändert hat.

Die Studienergebnisse sollen Grundlage dafür sein, die Ausbildung ehrenamtlicher Sterbebegleiter zu verbessern und zu vereinheitlichen. „Bisher gibt es einen Leitfaden, der aber nicht verpflichtend und auch nicht allumfassend ist“, erklärt Frau Machka. Die Studie zur Patientenzufriedenheit sei extrem wichtig, um zu erkennen, was die schwerkranken Menschen bewegt und welche Sorgen ihnen auf der Seele brennen. „Dann können unserer Sterbebegleiter noch besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen und ihnen das Gefühl geben, in der letzten Lebensphase nicht allein zu sein.“

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


09.10.2018

Rostocker Gastronom kocht für unsere Palliativpatienten

Königsberger Klopse aus Kalbsfleisch, knackiger Feldsalat und frischer Spinat oder auch ein einfaches Spiegelei – zubereitet von einem renommierten Gastronomen und angerichtet auf schönen Steinguttellern. Dazu Leinenservietten und ein Schwätzchen mit dem Koch: Für die schwerkranken Patienten auf der Palliativstation der Unimedizin Rostock ist dieses Mittagessen eine willkommene Abwechslung. Frank Reinshagen, Inhaber und Koch des Rostocker Restaurants „albert & emile“, kümmert sich gemeinsam mit dem Klinischen Koordinator des Onkologischen Zentrums, Paul Kalata, und Schwester Marie Kuschinski um das Wohl der Patienten und auch der Pflegekräfte. Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Patienten stehen im Mittelpunkt. Sie durften sich zuvor das Menü aussuchen. Auch wer nicht mehr gut schmecken kann, genießt doch das Ambiente.

Koch Frank Reinshagen wirbelt zum ersten Mal in der Küche der Palliativstation und möchte mit seinem Engagement Achtsamkeit und Wertschätzung zeigen. „Ich mag Menschen und ich gehe gern auf sie zu“, sagt er. Paul Kalata vom Onkologischen Zentrum ergänzt: „Die Palliativstation gleicht keiner anderen Klinikabteilung. Hier ist es sehr viel ruhiger und wir möchten, dass sich unsere Patienten hier wohl und geborgen fühlen.“

Das besondere Mittagessen mit Frank Reinshagen soll es in Zukunft regelmäßig geben.

Für solche und weitere Aktionen nehmen wir gern Spenden entgegen:

Kontoinhaber: Universitätsmedizin Rostock
Kreditinstitut: Hypo Vereinsbank AG
IBAN: DE66 2003 0000 0019 5515 15
BIC: HYVEDEMM300
Verwendungszweck: 892087 - Kochen für Palliativpatienten

Alle Spenden sind steuerlich absetzbar. Für Spenden bis 200 € stellen wir keine Spendenquittung aus. Für Spenden bis zu dieser Höhe akzeptiert das Finanzamt den Buchungsbeleg als Spendenquittung. Für Spenden über 200 € erhalten Sie von uns auf Anfrage einen Spendenbeleg.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


31.08.2018

Sportstudie für Krebspatienten - Spezialstudie für Patienten mit Kopf-, Kiefer- und Halstumoren

Liebe Patientinnen und Patienten,

vielleicht haben Sie Interesse und Lust an unserer Studie teilzunehmen? Wir würden uns sehr freuen!

Das Ziel unserer Studie ist es, ein Trainingsprogramm zu erarbeiten und zu erproben, welches möglichst ganzheitlich (körperlich und psychisch) die Lebensqualität und Funktionalität von Patienten mit Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halstumoren in der Nachsorge positiv beeinflusst. Im Rahmen der Studie haben Sie die Möglichkeit 12 Wochen kostenfrei an einem Trainingsprogramm teilzunehmen.

Nähere Information zu den Voraussetzungen, Trainingsinhalten, Ort und Dauer finden Sie in Flyer.
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie teilnehmen möchten, rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine E-Mail oder sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


10.05.2018

Das war der 2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 05.05.2018

Am 5. Mai 2018 führten das Onkologische Zentrum der Universitätsmedizin Rostock gemeinsam mit den Krebs-Selbsthilfegruppen, der Selbsthilfekontaktstelle und dem Gesundheitsamt den 2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag im Foyer und Hörsaal der Klinik für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Rostock durch.

Es konnten 130 interessierte Besucher begrüßt werden.

Die Informationsstände der Krebs-Selbsthilfegruppen wurden von sehr vielen Besuchern genutzt um sich über ihre Angebote und Aktivitäten zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Es konnten sehr viele Fragen zu den einzelnen Selbsthilfegruppen und ihren speziellen Angeboten beantwortet werden. Ebenso wurden viele persönliche Fragen der Besucher zu ihren eigenen Problemen kompetent von den anwesenden Standbetreuern beantwortet, soweit deren Patientenkompetenz ausreichte.

Zudem waren der Rostocker Sportfreunde e.V. mit seinen speziellen Sportangeboten für Krebserkrankte und der Verein „Gemeinsam mehr Mut“ e.V. mit seinen sehr interessanten Projekten vertreten.

Sehr viele Gäste besuchten die Vorträge im Hörsaal um Neuigkeiten aus den verschiedenen Fachbereichen, wie. z.B. Alternativmedizin, Sport für Krebspatienten oder Ernährung zu erfahren.

Musikalisch begleitet wurde diese Veranstaltung von Herrn Alfred Behlau, welcher selbst Betroffener ist.

Der 3. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag wird im Frühjahr 2020 stattfinden.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


06.04.2018

2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 05.05.2018

Liebe Patientinnen und Patienten,
Angehörige und Interessierte,

wir wissen aus eigener Erfahrung, was die Nachricht "Sie haben Krebs" auslöst. Deshalb wollen wir mit unseren Kenntnissen und Erfahrungen anderen Betroffenen freiwillig und ehrenamtlich helfen. Neben allgemeinen Informationen wollen wir Hoffnung vermitteln und durch unser persönliches Beispiel zeigen, dass auch mit Krebs ein lebenswertes, zufriedenes Leben möglich ist. Informierte und aufgeklärte Patientinnen und Patienten, die verstehen, was mit ihnen geschieht, können zu Partnern des Arztes oder der Ärztin werden und aktiv an ihrer Genesung mitarbeiten.

Wir laden Sie zusammen mit dem Onkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Rostock, der Selbsthilfekontaktstelle und dem Gesundheitsamt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock recht herzlich zum 2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 05.05.2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr in den Hörsaal der Klinik für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Rostock ein. Es erwarten Sie neben fachlichen Vorträgen z.B. zum Thema Alternativmedizin, Ernährungsberatung oder Psychoonkologie die Informationsstände der onkologischen Selbsthilfegruppen und ein kleiner Imbiss.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme kostenfrei.

Wir freuen uns auf Sie.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


18.10.2017

Tumor im Auge: Universitätsmedizin Rostock nimmt die 500. Bestrahlung vor

Krebs ist eine lebenseinschneidende Diagnose. Und umso gravierender, wenn dadurch auch das Sehvermögen in Gefahr ist. Das Aderhautmelanom ist ein bösartiger Tumor im Auge, der zu starken Seheinschänkungen führen kann und oft im Körper streut. Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland bietet die Unimedizin Rostock seit mehr als 20 Jahren eine augenerhaltende Behandlung von Aderhautmelanomen mit dem Rutheniumapplikator an. Jetzt gab es den 500. Eingriff dieser Art in der Rostocker Augenklinik.

Die Unimedizin ist das Behandlungszentrum für diese Erkrankungen im Nordosten. Die Bestrahlung der bösartigen Krebsgeschwüre nehmen die Augenärzte in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus der Strahlentherapie in der Südstadt vor. Seit 1993 wird diese Therapieform angeboten. Die Aderhaut, eine Schicht unter der Netzhaut des Auges, ist für die Blutversorgung des Augeninneren verantwortlich. Eine Entartung dieses Gewebes führt zum gefürchteten Aderhautmelanom, dem häufigsten Tumor im Auge. Betroffene sorgen sich nicht nur um ihr Sehvermögen – schlimmer noch sind der drohende Verlust des Auges und die lebensgefährliche Streuung des Tumors. „Gerade die Ansiedlung von Tumorzellen in der Leber, aber auch in anderen Organen ist leider kaum mit onkologischen Therapien beherrschbar“, sagt Dr. Vinodh Kakkassery, Oberarzt an der Augenklinik und Spezialist für Tumore am Auge. Daher sei die wirksame Therapie am Auge höchst bedeutsam für die Patienten.

Die Entfernung des Auges war lange Zeit bei vielen Patienten die einzige Option. Heute kann das Aderhautmelanom vergleichsweise schonend durch eine Strahlentherapie behandelt werden. Die Therapie an der Augenklinik vereint Chirurgie und Strahlenmedizin. Ein kleines mit dem Element Ruthenium106 beladenes Metallscheibchen wird über chirurgische Nähte auf die äußere Hülle des Auges aufgenäht, sodass ausgehende Betastrahlen die meist nur wenige Millimeter großen Tumore zerstören können. So verringert sich die Gefahr, dass bösartige Zellen in die Leber streuen. Die Chance, das Auge zu erhalten, ohne den Körper sonst mit Strahlen zu belasten, erhöht sich. Die sogenannte Brachytherapie dauert etwa zwei bis sieben Tage, danach kann der kleine Applikator wieder vom Auge entfernt werden. Auf die Behandlung folgt meist eine Wärmebestrahlung von außen.

Krebspatienten würden im Rahmen des Onkologischen Zentrums der Unimedizin stets interdisziplinär behandelt, sagt Kakkassery. Die Augenspezialisten arbeiteten eng mit den Kollegen aus der Strahlentherapie, der Hämatoonkologie sowie den niedergelassenen Kollegen zusammen. „Kommunikationsabbrüche in der Tumorversorgung können wir uns nicht leisten. Darunter würde der Patient leiden“, sagt Kakkassery. Das Onkologische Zentrum biete für Patienten mit einem Augentumor neben den erweiterten Möglichkeiten für Diagnose und Behandlung auch eine Betreuung durch Psychoonkologen sowie Unterstützung bei der späteren Reha.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


09.04.2016

Das war der 1. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 09.04.2016

Am 09.04.2016 führten das Onkologische Zentrum der Universität Rostock gemeinsam mit den Krebs-Selbsthilfegruppen in und um Rostock und der Selbsthilfekontaktstelle den 1. Krebs-Selbsthilfe-Tag in dem Hörsaal und den Seminarräumen der Chirurgie am Campus Schillingallee durch.

Wir konnten 115 interessierte Besucher begrüßen.

Durch das Angebot, dass sich die Krebs-Selbsthilfegruppen mit Informationsständen präsentieren konnten und dass es ärztliche Vorträge aus den betreffenden Fachbereichen gab, fanden unsere Besucher ein abwechslungsreiches Programm vor.

Sehr viele Gäste besuchten die ärztlichen Fachvorträge im Hörsaal der Chirurgie um Neuigkeiten aus den verschiedenen Fachbereichen zu erfahren.

Viele von ihnen nutzten zudem die Gelegenheit, sich über die Angebote der Krebs- Selbsthilfegruppen zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Es konnten zahlreiche Fragen zu den einzelnen Selbsthilfegruppen und ihren speziellen Angeboten beantwortet werden. Ebenso wurden viele persönliche Fragen der Besucher zu ihren eigenen Problemen kompetent von den anwesenden Standbetreuern beantwortet, soweit  unsere Patientenkompetenz ausreichte. Für medizinische Fachfragen standen unsere ärztlichen Referenten jedem Besucher zur Verfügung. Von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


10.03.2016

1. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 09.04.2016

Liebe Patientinnen und Patienten,
Angehörige und Interessierte,

wir wissen aus eigener Erfahrung, was die Nachricht "Sie haben Krebs" auslöst. Deshalb wollen wir mit unseren Kenntnissen und Erfahrungen anderen Betroffenen freiwillig und ehrenamtlich helfen.
Neben allgemeinen Informationen wollen wir Hoffnung vermitteln und durch unser persönliches Beispiel zeigen, dass auch mit Krebs ein lebenswertes, zufriedenes Leben möglich ist.
Informierte und aufgeklärte Patientinnen und Patienten, die verstehen, was mit ihnen geschieht, können zu Partnern des Arztes oder der Ärztin werden und aktiv an ihrer Genesung mitarbeiten.

Wir laden Sie recht herzlich ein, vorbeizuschauen, um sich zu informieren. Vorträge von Spezialisten der Universitätsmedizin runden das Programm ab.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme kostenfrei.

Wir freuen uns auf Sie.

Ihr
Onkologisches Zentrum
der Universitätsmedizin Rostock


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